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AP-Übernahme: Fotografen von ddp an Weihnachten gekündigt

Dezember 29th, 2009 · 1 Kommentar

[NM] Ärger um die Übernahme des deutschen Ablegers der amerikanischen Nachrichtenafentur AP. Nach Informationen des Branchendienst W&V wurden insgesamt 10 Presse-Fotografen der AP Deutschland zum 31. März 2010 gekündigt. Die Schreiben sollen pünktlich zu Weihnachten am Heiligen Abend mit der Post zugestellt worden sein. Das wurde vom Deutschen Journalisten Verband (DJV) mitgeteilt.

Der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken hat in einer ersten Reaktion Martin Vorderwülbecke, AP-Eigentümer und ddp-Geschäftsführer, Wortbruch vorgeworfen. Vorderwülbecke hatte zugesagt durch die Übernahme keine redakationellen Arbeitsplätze abzubauen, hierzu gehören auch die entlassenden Pressefotografen mit Pauschalverträgen. Der Verdacht steht nun im Raum, dass ddp die Tariflöhne unterbieten möchten um Kosten zu senken.

Dies ist nicht der einzige Ärger, der nun für die ddp/AP droht, erst vor einigen Tagen hatte sich die Agentur mit Mitbewerber dpa angelegt. Die Deutsche Presseagentur soll bewusst zur Verbreitung von Falschinformationen genutzt worden sein, heißt es aus der Hamburger Zentrale der dpa.

Die ddp hatte erst vor kurzem den deutschsprachigen Dienst der AP übernaommen, darf über den Zeitraum von 15 Jahren auch die internationalen Meldungen des Nachrichtendienstes exklusiv ins Deutsche übersetzen. Die Kaufsumme ist nicht bekannt.   

 

Tags: Medien- und Marketingmix · Medienbranche