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Das Ende für die Internetzeitung Netzeitung.de besiegelt – Jobs gestrichen

November 7th, 2009 · Keine Kommentare

Der 31. Dezember 2009 ist der letzte Tag für die Netzeitung.de in ihrer bisherigen Form. Verleger DuMont hat den Daumen nach unten gerichtet, alle Jobs werden gestrichen. Mit dem Ende des Jahres dürfen sich die letzten 12 festen Redakteure des einst innovativen Projektes beim Arveitsamt melden.

Die Netzeitung wird in ihrer jetzigen Form nicht weitergeführt. DuMont hatte die Internetzeitung erst in diesem Jahr zusammen mit dem Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier, tip Berlin, Berlin-Online, Berlin.de) übernommen.

Die Idee der Netzeitung stammte aus Skandinavien, aus Norwegen. In den weiten des Landes wurde die Tageszeitung kurzer Hand in das Internet verlegt. Die Übertragung  Nettavisen nach Deutschland war von Anfang an schwer. Das Projekt aber innovativ, startete mit dem ehemaligen Stern-Chefredakteur Michael Maier im Jahr 2000. Die Netzeitung arbeitete ihre Onlinezeitung mit eigenständiger Redaktion in Berlin, war Vorreiter für viele Nachrichtendienste im Internet. In ihren besten Zeiten war sie das Nachrichtenorgan der Redaktionen, manche Zeitungsente der Netzeitung landete so z.B. in der Welt und anderen Tageszeitungen. Das Onlineprodukt war einfach schneller.

Eine Zeit gehörte man dann zu den Angeboten von Lycos. Die Zusammenarbeit endete dann mit dem Aus für den Suchdienstanbieter Lycos. Irgendwann verkauften die Gründer den Dienst an den Berliner Verlag. Schwer war es von Anfang an, nun werden aber alle Stellen gestrichen.

Die Internetplattform soll als autmatisierte Nachrichtenseite künftig News liefern, wie es etwa auch Google-News und andere tun.  Die eigene Redaktion, bisher Kernstück der Netzeitung wird es künftig nicht mehr geben, das Mediensterben geht weiter.

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