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Deutschland: Die türkische Elite geht – Migrationsforscher warnt

Januar 31st, 2010 · Keine Kommentare

[OTS / NM] In seiner Wochenendausgabe stellt der Kölner Stadt-Anzeiger fest „Die türkische Elite wandert aus“. Als Grund wird ein fehlendes Heimatgefühl genannt,  ein Migrationsforscher hält aber auch die undifferenzierte Debatten für mitverantwortlich, die ständig um das Thema Migration und Türken in Deutschland geführt werden. Die Problematik ist ernst, Deutschland ist ein klassisches Zuwandererland und auf den Input anderer Kulturen angewiesen um wirtschaftlich wichtig zu bleiben. Ohne seine Migranten verliert Deutschland in den nächsten Jahrzehnte auch massiv an Einwohnern, da die Geburtenrate deutlich unter der Sterberate liegt. In der Meldung des Kölner Stadt-Anzeiger heißt es weiter:

Köln. Immer mehr junge, gut ausgebildete Deutsch-Türken zieht es in die Türkei – eine besorgniserregende Entwicklung findet der Migrationsforscher Klaus Jürgen Bade in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagsausgabe). Deutschland sei angewiesen auf gut qualifizierte Leute, betonte Bade, Professor an der Uni Osnabrück und Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration: „Wir müssen sie haben, halten und rein bekommen“. Bade sieht einen wesentlichen Grund für den Trend darin, dass viele junge Türken in Deutschland kein Heimatgefühl entwickelten, wie jüngste Studien gezeigt hätten und macht dafür auch eine Reihe von undifferenzierten öffentlichen Debatten mitverantwortlich. In solch einer Atmosphäre sei es nachvollziehbar, dass „eine wachsende Gruppe von gut qualifizierten jungen Leuten sich abwende. Eine Gefahr sei, dass die Tüchtigen Deutschland verließen, während die Chancenlosen hierblieben, weil es nirgendwo ein vergleichbares Sozialsystem gebe.

Tags: Magazin