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Im Gespräch mit dem Bürgermeister von Datça

April 1st, 2010 · Keine Kommentare

Die rote Sonne versinkt langsam im türkisblauen Meer. Es sind die vollen Farben, das Grün und das Blau, dass der Türkei am Herzen liegt. Hier kann man Urlaub machen. Die Hauptstraße führt nach Marmaris, eine Fährverbindung rüber nach Bodrum. Das reichhaltige Essen kommt auf den Tisch, Ruhe und Romantik, dazu viel Kultur. Die Halbinsel Datça in der türkischen Provinz Mugla ragt hinein in das Mittelmeer. Die 16.000 Einwohner Ortschaft Datça ist der ideale Urlaubsort, schwärmt Mustafa Şener Tokcan über seine Heimat.

Zu schwärmen von der Gemeinde ist seine Pflicht, der 60-jährige ist seit 2009 Bürgermeister von Datça.

Sener Tokcan - Bürgermeister Datca / Türkei (Foto: Wachsmuth)
Sener Tokcan - Bürgermeister Datca / Türkei (Foto: Wachsmuth)

Sener Tokcan - Bürgermeister Datca / Türkei (Foto: Wachsmuth)

Für ihn ist es eine Ehre, und sein erstes politisches Amt. Seine Ehefrau hofft auch das letzte und bittet ihn bereits in 5 Jahren dann doch endlich in Rente zu gehen. Tokcan ist ein kluger Kopf, weltoffen gebildet. Ich sitze ihm gegenüber, in Berlin. Die Stadt kennt er aus seinem früheren Berufsleben, jetzt repräsentiert er Datça auf der ITB 2010. Er ist Journalist. 30 Jahre hat er dem türkischen Staatsrundfunk gedient, als Reporter fing er bei TRT an, schnell stieg er auch. War für die Personalangelegenheiten zu ständig. Der Job führte ihn auch nach Berlin. In der Stadt eröffnete TRT sein weltweit erstes Auslandsstudio. Von hier wird für Europa berichtet, manchmal auch nur über die Dönerproduktion im Wedding.

Gute 80 km ist die Halbinsel lang. Nördlich ragt Bodrum ins Mittelmeer, südlich liegt die griechische Insel Rhodos. Die vielen malerischen Buchten mit ihren kleinen Häfen sind Ziel von unzähligen Privatyachten und Bootstouren. Historisch ist die Hafenstadt Knidos an der Westspitze der Landzunge.

„Probieren sie die Mandeln, vor allem die frischen, die von Datça sind besonders gut“, strahlt Tokcan. Ja, sie sind lecker. Was zeichnet Datça nun aus. Als Urlaubsort wird die Halbinsel von den Reiseunternehmen zumeist nicht bedient. Es gibt keine All-Inklusive-Angebote, da sind nicht die großen Hotel-Anlagen, die einen von dem Kontakt mit der Bevölkerung abriegeln und der nächste Flughafen, er ist weit weg. Mit dem Auto benötigt man 2½ Stunden für den Weg.

Auf einem Bild vom Strand zeigt mir Tokcan ein Hotel, es gehört seiner Familie, erst 2006 wurde es eröffnet. In Datça da urlauben die Türken.

NewsMARK-Redakteur Jörg Wachsmuth hat Şener Tokcan während der ITB 2010 in Berlin getroffen.

Tags: Menschen