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Streaming-basiertes Internetradio fördert digitalen Musikverkauf

Mai 4th, 2010 · 2 Kommentare

Eine neue Umfrage belegt: Vorproduziertes Online-Radioangebot steigert Downloadverkauf um 41%
Neukunden von OnDemand-Streamingdiensten verlieren schnell das Interesse am Online-Musikgeschäft

Streaming-basiertes Internetradio fördert den digitalen Musikverkauf. Herausgefunden hat dies die amerikanische NPD Group (früher: National Purchase Diary) im Rahmen des New Yorker Digital Music Forum East vom 24. bis 25. Februar 2010. Damit belegen die Resultate der aktuellen Umfrage die momentane Entwicklung, dass Musikkonsum immer häufiger online stattfindet.

Der zuständige NPD-Analyst Russ Crupnick hat ermittelt, dass die Verkäufe auf dem US-Markt im Online-Musikgeschäft von 2008 auf 2009 um beinah zwei Prozent gesunken sind. Während der Wert 2009 bei nur noch 34,6 Millionen lag, konnte das Vorjahr noch Verkaufszahlen von 35,2 Millionen vorweisen.

Als Begründung für diese Entwicklung zeigt sich ein deutlicher Trend im Nutzerverhalten: Vorproduzierte und nicht beeinflussbare Online-Radio-Streamings wie Pandora und AUPEO! steigern den digitalen Musikabsatz um erstaunliche 41%, während OnDemand-Plattformen, wie spotify, simfy oder steereo, bei denen sich Nutzer eigene Playlisten zusammenstellen können, einen 13-prozentigen Rückgang der Verkäufe verursachen.

AUPEO!, führender Anbieter von hardwarebasierten Audiostreams, erklärt sich die Ergebnisse dieser Studie so: „Die Kernkompetenz unseres Internetradiodienstes liegt in der Entdeckung neuer Musik“, sagt Armin G. Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von AUPEO!. „Aus unserer umfangreichen Datenbank generieren wir persönliche Empfehlungen für jeden User, die auf seinem Nutzerverhalten basieren. So wecken wir die Neugier auf mehr und fördern durch Verlinkung aktiv den digitalen Musikverkauf“, so Schmidt weiter.

Das Digital Music Forum selbst bestätigt durch verschiedene Medienberichte die derzeitige Tendenz: Gerade Neukunden von OnDemand-Streamingdiensten verlieren schnell das Interesse am eigentlichen Online-Musikgeschäft. Auch die Major-Labels haben diese Entwicklung bereits registriert und ziehen ihre Konsequenzen: Jüngst verkündete die Warner Music Group aufgrund von ausbleibenden Gewinnen keine Lizenzen mehr an werbefinanzierte Plattformen, die ihren Nutzern gratis OnDemand-Streams anbieten, vergeben zu wollen.

 

Tags: Medien- und Marketingmix · Medienbranche · Medienforschung