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Test zeigt: Starkes Preisgefälle beim Musik-Download

August 2nd, 2010 · 1 Kommentar

[ots] Zeitschrift AUDIO VIDEO FOTO BILD testet sieben Musik-Download-Plattformen. Das Ergebnis: Große Preisunterschiede bei Anbietern und iTunes hat hohe Preise und mangelhafte AGB

Immer mehr Menschen laden ihre Lieblings-Hits aus dem Internet herunter. Allein im vergangenen Jahr haben die Deutschen rund 51 Millionen Mal einen Song oder ein Album im Internet gekauft – doppelt so viele wie 2006. Die Download-Plattformen sind mittlerweile eine echte Konkurrenz für CD-Läden. Das ergab ein Test der Fachzeitschrift AUDIO VIDEO FOTO BILD von sieben Download-Portalen im Internet (Heft 9/2010, ab Mittwoch im Handel). Viele Download-Alben sind deutlich billiger als CDs aus dem Laden.

Um die Lieblingssongs im Internet herunterzuladen, müssen Nutzer bei iTunes, Napster und Nokia ein kostenloses Zusatzprogramm installieren, bei den anderen Anbietern ist der Browser für den Einkauf ausreichend. Die Songs und Alben kommen meist im MP3-Format, nur bei iTunes im AAC+-Format und bei den beiden Schlusslichtern Napster (Note: 2,46) und Nokia (Note: 2,77) als WMA-Format. Positiv:
Bei allen Testkandidaten ließen sich in Sachen Tonqualität weder im Messlabor von AUDIO VIDEO FOTO BILD noch beim Hörtest nennenswerte Unterschiede zu CDs feststellen.

Der Test deckte das starke Preisgefälle bei den Download-Plattformen auf. Saturn (Note: 1,79) sicherte sich mit den günstigsten Preisen den Gesamtsieg: Ein aktuelles Top-100-Album kostete im Schnitt 4,98 Euro, eine Top-100-Single nur 0,98 Euro. Zum
Vergleich: Bei iTunes (Note: 2,27) müssen Käufer für ein vergleichbares Album 10,14 Euro bezahlen, für eine Single 1,14 Euro – Napster und Musicload (Note: 2,10) waren sogar noch etwas teurer. Die hohen Preise sind einer der Gründe, weshalb der ehemalige Platzhirsch iTunes nur auf Rang fünf landete. Zwar konnte der Apple-Shop mit dem umfangreichsten Angebot punkten, die AGB waren jedoch widersprüchlich und kaum lesbar.

Ärgerlich: Napster und Nokia sind die einzigen Portale, die noch auf einen Kopierschutz setzen. Etliche Handys und MP3-Spieler, etwa das iPhone und der iPod von Apple, können daher die dort gekauften Titel nicht abspielen. Und bei Nokia Music erfährt man nur umständlich, wie oft man das Stück kopieren und brennen kann.

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