NewsMARK

Medien Menschen Marketing

NewsMARK header image 2

Aufstände in Ägypten und Libyen Top-Nachrichtenthemen im Februar

März 16th, 2011 · Keine Kommentare

[ots] Die Aufstände in Ägypten und Libyen waren im Februar die eindeutigen Topthemen in den deutschen Fernsehnachrichten. Zusammengenommen berichteten die vier Hauptnachrichtensendungen fast sechseinhalb Stunden über diese beiden Konflikte. Auf Platz 3 platzierte sich die Plagiatsaffäre von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gefolgt von den Diskussionen um eine Hartz-IV-Reform und der Bürgerschaftswahl in Hamburg.

Der Aufstand in Tunesien und die Flüchtlinge von dort waren keine Top-10-Themen (mehr) für „RTL aktuell“ und die „Sat.1 Nachrichten“, bei „Tagesschau“ und „heute“ rangierte dieses Thema auf den Rängen 5 bzw. 7. Dagegen platzierten die privaten Nachrichten den Missbrauchsfall von Fluterschen auf Rang 5 bzw. 6, während er bei „Tagesschau“ und „heute“ nicht unter den ersten 20 Plätzen auftaucht. „Tagesthemen“ und „heute-journal“ befassten sich fast neuneinhalb Stunden mit den Entwicklungen in Nordafrika.

Nachdem im Vormonat noch Karl-Theodor zu Guttenberg wegen der Affären bei der Bundeswehr die Rangliste der am häufigsten in den Fernsehnachrichten aufgetretenen Politiker anführte, hat im Februar wieder Bundeskanzlerin Angela Merkel den Spitzenplatz übernommen. Die SPD konnte im Februar die CSU bei der Zahl ihrer Auftritte überholen und liegt mit 204 Auftritten an zweiter Position. Die CDU führt die Liste jedoch mit 378 Auftritten klar an.

Die dramatischen Ereignisse in Nordafrika und weitere politische Topthemen sorgten für hohe Politikanteile. Bei „Tagesschau“ und „heute-journal“ wurde die 60-Prozent-Marke erreicht bzw. überschritten (entsprechend 9 bzw. 17 Minuten pro Ausgabe). In „heute“ betrug der Anteil an Politikthemen 48 Prozent (10 Minuten), in den „Tagesthemen“ 55 Prozent (16 Minuten). Bei „RTL aktuell“ erreichte der Politikanteil 34 Prozent (8 Minuten) und bei den „Sat.1 Nachrichten“ 41 Prozent (5 Minuten).

Tags: Medienforschung