NewsMARK

Medien Menschen Marketing

NewsMARK header image 2

Motor FM heißt jetzt Flux FM, sonst ändert sich nix – scheinbar nicht wirklich viel

August 22nd, 2011 · Keine Kommentare

[NM / PM] Aus MotorFM wird FluxFM. Kurzfristig mnitgeteilt, schon ab dem 23. August 2011 sendet der Berliner Radiosender für Kreative, Macher und Meinungsführer unter neuem Namen Flux (lat., „fluxus“=„fliessend“ von „fluere“ =„fliessen“). Aus MotorFM wird FluxFM – mit dem Namenswechsel vollziehen die Radiomacher um Mona Rübsamen und Markus Kühn die Entwicklung nach, die der Sender seit der Übernahme von der NZ Hörfunk GmbH genommen hat. Aus einem Music-Only-Programm wurde ein einzigartiges Vollprogramm, das Musiker, Macher und Kreative vernetzt, Menschen inspiriert, denen Musik wichtig ist und umfassend über Popkultur, Netzwelt und Stadtleben informiert. So die aktuelle Pressemitteilung. Im Vorfeld kam es aber zu einem Streit mit Tim Renner, der zu den Gründern von Motor FM gehört. Renner, Ex-Chef vom Plattenlabel Universal hatte das Label Motor und Motor FM einst gegründet. Noch vor wenigen Tagen hatte sich Renner vor Gericht um mögliche Kapitalerhöhungen mit dem Sender und Mitgründerin Mona Rübsamen gestritten. Das meldete der Berliner Tagesspiegel.
Ab dem 23. August 2011 wird die „Fluxolution“ auf der Antenne in Berlin, Bremen und Stuttgart sowie im Internet hörbar sein. Neben einem neuen Namen erwarten die Hörer neue Sendeformate, ein weiteres Zusammenwachsen von UKW und Online und ein komplett überarbeitetes Audiodesign, so meldet es Motor FM kurzfristig einen Tag vor der Programmreform und Umbenennung. Flux FM wird Bestandteil eines weltweiten Networks sein, sind das auch die neuen Geldgeber?

Gründerin und Programmgeschäftsführerin Mona Rübsamen: „Es ist eine spannende Herausforderung, das Medium Radio ins Zeitalter des mobilen Internets zu führen und zu einem dialogischen Netzwerk zu entwickeln. Broadcasting war gestern, Communicasting ist die Zukunft.“
Mitgründer und Geschäftsführer Markus Kühn: „Wir gehen unseren Weg konsequent weiter und werden uns auch in Zukunft um UKW-Frequenzen in urbanen Regionen bewerben. Ich würde mich freuen, wenn Nordrhein-Westfalen, das Rhein-Main-Gebiet, Leipzig und Hamburg ebenfalls bald Teil unserer Achse des Kreativen werden.“

Mit dem programmatischen Claim „Wir haben einen Auftrag“ gingen wir vor sechs Jahren auf einer Nachtfrequenz in Berlin an den Start. Und der Auftrag lautete: Musik jenseits des Mainstreams eine Plattform zu bieten und dem „Einheitsbrei“ des vielgescholtenen „Dudelfunks“ eine Alternative entgegenzusetzen. Bands wie Arcade Fire – die diesjährigen Grammy-Abräumer – oder The Gossip waren so erstmals im deutschen Radio zu hören, Kraftwerk und The Clash wieder. Vielen deutschen Künstlern wie Get Well Soon oder Bonaparte bot der Sender die erste Plattform und legte so den Grundstein zu deren Erfolg. Mit einem kleinen Team sendeten wir aus der Kreuzberger Pfuelstrasse Musik, die wichtig ist, für Menschen, denen Musik wichtig ist. Und diesem Auftrag bleiben wir treu!

Durch die Übernahme des damaligen Kooperationspartners NZ Hörfunk GmbH im Juni 2007 kam eine Wortredaktion hinzu, und unser Sender entwickelte sich vom Music-Only- Programm zu einem Vollprogramm, das von seinen Hörern neben neuer und relevanter Musik vor allem für qualitative und nachhaltige Berichterstattung aus den Bereichen Kultur, Politik und urbanem Leben geschätzt wird. In der regelmäßigen Studie der Berliner Medienanstalt „Radioprofile in Berlin und Brandenburg“ belegt der Sender seitdem Spitzenplätze, wenn es um musikalische Vielfalt und journalistische Qualität geht.

Keine Stadt der Welt hat momentan eine größere kulturelle Dynamik als Berlin. Menschen aus aller Herren Länder locken die mannigfaltigen Freiräume und die Vielfalt in jeder Hinsicht in die deutsche Hauptstadt und immer mehr Menschen verlegen auch ihren Lebensmittelpunkt hier hin. Die Stadt ist im permanenten Wandel begriffen – ein riesiges Experiment und Ideenlabor. Aber auch in den anderen deutschen Metropolen ist die Kultur- und Kreativwirtschaft weiter auf dem Vormarsch. Im Jahre 2008 erzielten knapp 1 Mio. Erwerbstätige bereits einen Umsatz von 132 Milliarden Euro und machen die Kultur und Kreativwirtschaft damit zu einer der vier größten deutschen Wirtschaftsbranchen.

FluxFM ist die geistige Heimat derjenigen, die unsere sich im Wandel befindliche Welt aktiv gestalten wollen, bildet die interessantesten Entwicklungen ab und vernetzt die Protagonisten – Musiker, Macher und Kreative aller Sparten – regional, überregional und international. Im Netz, über die Antenne und im persönlichen Kontakt. FluxFM weiß, was geht im Sendegebiet, schaut aber auch über den Tellerrand: Als Teil einer internationalen Radioallianz – von der amerikanischen Westküste über London bis nach Indien und China, Australien und Neuseeland.

Über UKW ist FluxFM bisher in Berlin, Bremen und Stuttgart zu empfangen. Über das Internet wird das Programm bereits in der ganzen Republik gehört. Der Sender will um Mitternacht starten.

In Zukunft will FluxFM weitere kreative Regionen wie Nordrhein-Westfalen, das Rhein-Main-Gebiet, Leipzig oder Hamburg ebenfalls terrestrisch erschließen und in das kreative Netzwerk einbinden. Und auch ansonsten haben wir noch viel vor. Die Zeichen stehen auf Fortschritt. Scheinbar ist die Umbenennung von Motor FM auch das Ende einer Ära, der Name Tim Renner wurde nicht mehr erwähnt.

Tags: Medienbranche